Heinrich Rudolf Hertz

Heinrich Rudolf Hertz
(geb. 1857, gest. 1894)

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Oft hören wir per Radio: „Die Funkstation arbeitet im Wellenbereich 782 kHz». Was bedeutet dieses „Kilohertz» oder das 1 000 Mal kleinere „Hertz»? Es ist das Maß für die Frequenz, für die Schwingungszahl in sec. des Wechselstromes, mit dem der Sender arbeitet. Die Bezeichnung wählte man dem hervorragenden deutschen Physiker Heinrich Rudolph Hertz zu Ehren.

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H. Hertz, Sohn einer angesehenen Familie, zeigte schon früh reges Interesse für Mathematik und Sprachen. In seiner Freizeit nahm er Zeichenunterricht. Heinrich wollte ursprünglich Baumeister werden. Nach der vorgeschriebenen praktischen Tätigkeit in Frankfurt ging er 1876 an die Technische Hochschule Dresden und von dort nach München, wo er sich immer mehr der Mathematik und Physik widmete. In Berlin, wo er seine Studien fortsetzte, waren der berühmte Helmholz (1821-1894) und der bedeutende Kirchhoff (1824-1887) seine Lehrer. 1880 legte er sein Doktorexamen ab.

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In den folgenden Jahren wirkte Hertz als Assistent bei Helmholz. 1885 berief man ihn als Professor für Experimentalphysik nach Karlsruhe. Nach einer Arbeit über den Einfluss ultravioletten Lichts auf die Funkenbildung begann er hier seine berühmten Versuche über die elektromagnetischen Wellen. Damit machte er den Anfang zu wichtigen Aussagen über die Natur der elektrischen Wellen. Es gelang ihm die große Entdeckung, der Beweis, dass seine Wellen endliche Geschwindigkeit besaßen. Er vermochte sie längs eines Leiters fortzuleiten. Dabei zeigten sich die „stehenden» Wellen, die aus der Optik bekannt sind, mit ihren Knoten und Bäuchen (узлы и пучности), die Minima und Maxima der Stärke des elektrischen Feldes. Der Abstand von einem Knoten bis zum übernächsten ist aber gleich der Wellenlänge.

Die von H Hertz aus Wellenlange und Frequenz berechnete Ausbreitungsgeschwindigkeit brachte ihm die Berühmtheit auf dem Gebiet der Wissenschaft in der ganzen Welt. Seine Berechnungen zeigten, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu nahezu 300 000 km/sec gleich ist. Das ist die Lichtgeschwindigkeit. H.Hertz brauchte für seine Versuche einen Strom, der mehr als 100 Millionen Schwingungen pro Sekunde zeigt. An den Enden eines längeren Drahtes befestigte er zwei Kugeln, unterbrach den Leiter in der Mitte, damit eine kurze Funkenstrecke entstehen konnte und schloss die beiden Hälften an die Pole eines Funkeninduktors an.

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H. Hertz wollte das Vorhandensein der Wellen, die dieser Drahtsender» aussandte, nachweisen. Die Entdeckungen, Forschungen, Versuche von H. Hertz schufen die Grundlage für die drahtlose Telegraphie, das Radio und Fernsehen.

Die Forschungen von H. Hertz sind wichtig für moderne technische Entwicklung.

Popow setzte die Versuche von H. Hertz weiter fort. Seine Versuche mit den Hertzschen «Funkwellen» brachten eine der größten technischen Neuerung des XX. Jahrhunderts hervor, das Radio. Popow achtete die wissenschaftliche Tätigkeit von H. Hertz hoch. Die gelauteten Worte des ersten Funktelegramms der Welt waren «H. Hertz».

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